Auf ins Abenteuer – drei Ausflugtipps, die den Winter zum Erlebnis machen!

Die Winterreise ist gebucht, der Abfahrtstermin naht und die große Frage steht im Raum: welche Ausflüge machen? Deshalb haben wir für Euch mal unsere drei Winter-Favoriten herausgesucht.

  1.  Husky-Abenteuer in Kirkenes. Logo, dass nahezu jeder mit Nordnorwegen auch die Huskys verbindet. Auf den Wintertouren hat man die Möglichkeit selbst im Hundeschlitten Platz zu nehmen. Es geht vorbei am Fjord und die Hunde legen ein ordentliches Tempo vor. Während der Fahrt sollte man unbedingt Arme und Beine einklappen, denn das Gestrüpp nimmt keine Rücksicht. Dafür bekommt man das ultimative Arktis-Feeling, während man im Schlittenkonvoi durch die Tundra fährt und die Hunde den Schlitten samt Insassen und Musher mühelos den Hang hochziehen. Klar gibt es auch nen Fotostopp, schließlich will man ja auch ein Foto von sich im Schlitten mit nach Hause nehmen. Überhaupt ist es kein Problem während der Fahrt Fotos zu schießen. Einzige Tücke: Akkus machen bei Kälte gerne mal schlapp. Wir finden den Ausflug auch deshalb toll, weil man das Schneehotel gleich noch mitbesichtigen kann, weil es auf demselben Gelände steht. Jedes Jahr wird es neu aufgebaut und diesen Winter ist es ganz dem Huskythema gewidmet. Im Hotel sind es minus vier Grad, geradezu hochsommerlich warm, wenn draußen arktische minus 25 herrschen, was in Kirkenes durchaus vorkommen kann. Eine Skihose kann ein Segen sein. 😉 Bevor es zum Schiff zurück geht, kann man sich noch mit einem heißen Krähenbeerensaft wärmen und kurz bei den Rentieren auf dem Gelände vorbei schauen.                                                                                                                                                                                                                                                         img_4119
  2. Mit dem Schneemobil durch die Polarnacht in Mehamn. Gut, es geht spät los in Mehamn, aber man will ja auch möglichst das Nordlicht sehen. Lange aufbleiben ist das Schlüsselwort. Um Mitternacht startet man Richtung Kjøllefjord. Ganz oben in Europa, ganz im Dunkeln. In den Polarnachtmonaten ist das nicht wirklich entscheidend, da sowieso den ganzen Tag Dunkelheit herrscht, von ein paar Stunden Dämmerung abgesehen. Der Beobachtung von Nordlichtern ist Tageslicht sowieso nicht zuträglich. Die Zeit um MItternacht ist immer ein guter Moment um eine Chance auf Nordlicht zu erhaschen, genau wie die geographische Lage von Mehamn, im Nordlicht-Oval. Gute Voraussetzungen also. Warm eingepackt geht es los, alles, was Kopf und Gesicht bedeckt stimmt einen dankbar, denn man befindet sich eben in der Arktis. Im Konvoi fährt man hintereinander her, das Licht der Schneemobile erhellt die Strecke ein wenig, so dass man wenigstens weiß, wo man lang fahren soll. Das tolle an der Tour: dieses Gefühl durch den nördlichsten Teil des europäischen Festlands zu fahren durch die Wintereinsamkeit. Da bekommt man ein Gefühl für die Lebensbedingungen so weit im Norden. Klar gibt es auch einen Stopp. Am Lagerfeuer gibt es allerhand Wissenswertes über die Sami und das Leben in dieser rauhen Wildnis. Zurück auf dem Schiff fällt man voll von Eindrücken ins Bett, bereit für ein Mützchen voll Schlaf.                                                                                                                                                                                      img_8168
  3. Into the Ice in Hammerfest. Adolf Henrik Lindstrøm und Roald Amundsen sind ja untrennbar mit der norwegischen Polarforschung verbunden. Warum also nicht mal auf ihren Spuren wandeln. Ja, Polarexpeditionen waren kein Zuckerschlecken. Dass das so war, wird einem bei „Into the Ice“ ziemlich deutlich. Hoch geht es auf den Gipfel des Salen, den Hausberg von Hammerfest. Natürlich stilecht ausgerüstet mit Kleidung, die an die Expeditionskleidung zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelehnt ist. Warmes sollte man selbst dabei haben, drüber kommen die typisch weißen Expeditionskittel, eine Haube für den Kopf und die Expeditionsbrille, die aus Drahtgitter besteht. Zwei Stöcke helfen im Schnee voran zu kommen. Ok, schon jetzt weiß man, dass es wirklich Pioniergeist brauchte, sich damals durch die Arktis zu kämpfen, keine Hightec-Kleidung und so. Man „kämpft“ sich also bis zum Gipfel, mal trägt der Schnee einen, mal sackt man bis zum Knie ein. Wer eine normale Kondition hat, schafft die Tour gut. Am Gipfel schließlich hisst man die norwegische Flagge, der Abschluss der Mini-Expedition, und genießt den atemberaubenden Blick auf Hammerfest. Zurück geht es deutlich schneller, bergab ist das bekanntlich immer so. Zur Belohnung wartet im beheizten Zelt ein warmes Süppchen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       img_7658

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Die MS Polarlys passiert vor Svolvær, Copyright: insidenorway

 

Die Nordlicht & Sterne Tour im Januar auf der MS Kong Harald – Motto mit Multiglücksmomenten!

Nordlichtjagd eröffnet. Pünktlich zum Tourbeginn hat der Wettergott die Glückskarte ausgespielt und der Sturm, der im Dezember und Anfang Januar die halbe Flotte in Atem gehalten hat,  hat sich verzogen.  Start also wie gewohnt in Bergen  und unser  aller Gedanke: werden wir klares Wetter haben. Schließlich ist gerade die Nordlicht & Sterne Reise dafür gedacht, möglichst viel vom grünen Himmel zu sehen. Zwei Lektoren als Nordlichtscouts dabei, konnte ja eigentlich nichts schief gehen.

Die ersten Tage war es nordlichtmäßig ja noch entspannt, auch wenn sie sich zuweilen in tiefere Breitengrade als das Nordlichtoval bequemen. So genossen wir also zunächst  Ålesund, Trondheim und Bodø, lauschten den Vorträgen der Lektoren über Nordlichter, das Universum und unser Sonnensystem und bereiteten uns auf die grüne Lightshow vor, ständig die Kamera gezückt um blitzartig an Deck zu springen. Erste Nordlicht-Station: Raftsund. Nach der ersten Durchsage dauerte es nicht lange bis Deck sieben mit zahlreichen Stativen bestückt war und wir gebannt in der Kälte ausharrten. Und wie das bei Nordlicht so ist wird es immer mal stärker und schwächer, so dass wir bei den langen Wartezeiten dankbar für die Heizstrahler waren, an denen wir uns im überdachten Deckbereich kurzzeitig aufwärmen konnten. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass uns der grüne Himmel sieben Tage in Folge erfreuen würde, ein echter Glücksgriff.

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Copyright: Volker Lang

Unser größter Feind waren die Wolken. Unsere Lektoren schauten fast unermüdlich in die Wettervorhersage um auch die kleinsten Wolkenlücken an die Gäste bekannt zu geben. Unsere Truppe harrte zu nachtschlafenden Zeiten an Deck aus und so wurden alle belohnt mit tanzenden Vorhängen am Himmel. Auf Schlaf hätte man auf der Tour getrost verzichten können, denn auch die Sonnenaufgänge hatten es in sich. Rot, gelb und orange strahlte es vom Himmel, nur schwer konnte man sich von der spektakulären Landschaft lösen. Südgehend in Svolvær nahmen wir Beine und Stative in die Hand, rannten hinüber auf die andere Hafenseite und konnten das grüne Spektakel sogar an Land mit der Kamera einfangen, einen besseren Reiseabschluss hätten wir uns nicht vorstellen können. Noch im Nordlichtrausch genossen alle den letzten Tag an Bord an der Helgelandküste entlang und gingen in Trondheim mit wenig Schlaf, dafür aber mit umso mehr Erinnerungen von Bord.  Auch für mich als Reiseleiterin war die Tour ein echtes Erlebnis. Also nicht lange überlegen und mitfahren. Die nächste Nordlicht & Sterne Tour kommt bestimmt!

Winken bis zum abwinken – die Vinkekonkurranse

Wir werden ja oft gefragt, was denn das Reisen auf der Hurtigrute ausmacht. Ein Teil davon ist die Vinkekonkurranse – der Winkewettbewerb. In Berlevåg steigt das große Spektakel und manche Schiffe der Flotte treiben es wirklich auf die Spitze. Aber gerade das ist das Schöne. Programm: alle Mann an Deck, Handtücher, Flaggen und alles bereithalten, was zum Winken geeignet ist. So nah wie in Berlevåg sind sich die Schiffe nirgendwo. Und natürlich will sich jedes der konkurrierenden Schiffe damit rühmen, die meisten Passagiere mobilisiert zu haben. Wir haben die spektakuläre Vinkekonkurranse vom 17. Mai 2016, dem Nationalfeiertag Norwegens, im Video festgehalten. Es bedarf wohl keiner Worte wieviel Spaß wir hatten. Enjoy! ❤

Seid Ihr schon auf Hurtigrutenkurs?

Auch die Norweger lieben die Hurtigrute. Anlass für das norwegische Fernsehen ein Schiff der Flotte in Echtzeit zu begleiten. So konnten die Zuschauer die Reise auf der MS Nordnorge 2012 live miterleben. Nie zuvor hatte das NRK so hohe Einschaltquoten. Die vierstündige Zusammenfassung findet Ihr in nachfolgendem Video. Ok, es ist zwar in norwegischer Sprache, aber die Bilder sprechen für sich. Wer die gesamte Reise sehen möchte, hat im zweiten Video dazu Gelegenheit. Hier gibt es die gesamte Reise, eingefangen mit der Bugkamera in Timelapse.

Die Silvesterreise auf der MS Nordlys

Wir sind zurück von der Silvestertour. Los ging es gleich nach Weihnachten mit einem gut gefüllten Schiff. Schon über die Weihnachtsfeiertage hielt ein Sturmtief die halbe Flotte in Atem und auch wir zitterten, ob wir planmäßig in Bergen starten konnten. Unser Schiff ließ sich aber mit Verspätung in Bergen blicken und so ging es pünktlich Richtung Norden. Tag zwei bescherte uns einen wunderschönen Stopp in Ålesund, inklusive traumhaften Winterlichts beim Ablegen. Wer stöhnt da schon über die Kälte, wenn man den traumhaften Blick auf die warm beleuchteten Häuschen genießen darf.

Ålesund, Copyright: insidenorway

Ålesund, Copyright: insidenorway

Tag drei beglückte uns mit Regen und wir überlegten, ob wir den Weg von fünfzehn Minuten vom Schiff zur Innenstadt von Trondheim antreten sollten. Aber da man ja schließlich schon Wasser von unten hat, macht Wasser von oben dann auch nichts mehr. Den Regenschirm kann man in Norwegen getrost vergessen, da der Wind ihn in kurzer Zeit zum Gerippe umgestaltet. Also Kapuze auf und nassregnen lassen. Das waren wir dann auch nach dem Spaziergang durch Bakklandet und das Domgelände reichlich und hängten uns anschließend auf dem Schiff sozusagen zum trocknen auf.

Trondheim, Kanalhafen, Copyright: insidenorway

Trondheim, Kanalhafen, Copyright: insidenorway

Zum Regen kam an Tag vier der Sturm dazu. Eigentlich wollten wir in Bodø  einen Spaziergang zum Yachthafen unternehmen, aber der Wind bließ so heftig, dass es kaum möglich war, sich an der Gangway herunter zu hangeln. Trotzdem wagten wir uns hinaus und kämpften uns gegen den Wind bis in die Innenstadt. Auch vom Tageslicht verabschiedeten wir uns an diesem Tag, die Polarnacht stand schon in den Startlöchern. Der Sturm hielt uns einige Zeit am Kai fest, so dass wir passend zum Abendessen zur Überfahrt über den Vestfjord starteten. Schaukelfestival. Ja, im Winter muss man eben mit Seegang rechnen.

An Tag fünf, dem Silvestertag,  schnupperten wir erstes Polarnachtfeeling mit zauberhaftem Dämmerungszustand, der eine wunderbare Lichtstimmung an den Himmel malte. Und auch das Winterwetter rückte näher, vorläufig aber noch mit eher schmuddeligem Beiwerk. In Finnsnes, wo es um 12:30 Uhr bereits wieder stockdunkel war, konnte sich das Wetter noch nicht richtig zwischen Regen und Schnee entscheiden.

Am Nachmittag in Tromsø roch es bereits nach Silvester. Schnee über Schnee, die ersten Feuerwerksraketen ließen sich bereits über der Eismeerkathedrale blicken. Neben uns am Kai die MS Kong Harald, ein Doppelschiffsilvester sozusagen. Pünktlich um Mitternacht versammelten sich alle warm eingepackt auf Deck sieben und begrüßten das neue Jahr unter lautstarkem Tuten der Schiffe. Herrlich.

Copyright: insidenorway

Copyright: insidenorway

Ab jetzt schneite es unaufhörlich und wir stapften in jedem Hafen durch die weiße Winterpracht. Auf der Nordkappinsel gleich soviel, dass uns der Zutritt zum Nordkapp verwehrt blieb, die weißen Massen türmten sich meterhoch und so genossen wir den Aufenthalt in Honningsvåg, wo jeder, der sich draußen aufhielt, zwangsläufig in einen Schneemann verwandelt wurde. An Tag  sieben in Kirkenes erwartete uns die klare Polarnacht und wir starteten zur Hundeschlittentour. Mit sechs Hundeschlitten sausten wir am Fjord entlang durch die klirrende Kälte, ein echtes Erlebnis und wir beteten, dass der Akku des Handys erst NACH den Fotos schlapp macht. Nach dem Wendepunkt schaukelten wir nun zurück durch die Barentsee wieder auf Südkurs. Nächster längerer Stopp in Hammerfest an Tag acht. Auch hier verzauberte uns die Polarnacht mit traumhaftem Licht.

Hammerfest, Copyright: insidenorway

Hammerfest, Copyright: insidenorway

Natürlich hofften wir alle auf Nordlicht. Während uns nordgehend noch der zugezogene Himmel einen Strich durch die Rechnung machte, wurden wir südgehend mit Nordlichtfeuerwerk belohnt. Gemeinsam zitterten wir an Deck und schauten in das Spektakel hoch über uns. Atemberaubend. Drei Stunden lang bot uns der Himmel eine Lightshow der Extraklasse.

An Tag neun passierten wir die Inselgruppen der Lofoten und Vesterålen und genossen den Blick auf schneebedeckte Berge und die atemberaubende Landschaft. Ebenso an Tag zehn, wo wir an der Bergkette der sieben Schwestern vorbei fuhren und zum ersten Mal wieder das Tageslicht begrüßten. An Tag elf roch es bereits nach Abschied. Trondheim, Kristiansund und Molde begrüßten uns zum zweiten mal auf dieser Reise und schon war es Zeit die Koffer zu packen. Das hielt uns aber nicht davon ab auch den letzten Tag zu genießen, wo wir die Schärenlandschaft vor Bergen passierten. Dann war es soweit. Abschied nehmen in Bergen, Abschied von unserem Schiff und der Crew. Bis wir wiederkommen. Auf Wiedersehen auf der MS Kong Harald.

 

Unser Hurtigruten-Buch ist da !

Die Reise mit den Postschiffen ist unsere Leidenschaft. Die norwegische Landschaft, die entlang der Strecke unterschiedlicher nicht sein könnte, und die Atmosphäre auf den Schiffen tragen zu einer einzigartigen Reise bei. Die Magie der Tour wollen wir weitergeben. Deshalb haben wir 2016 durch alle Jahreszeiten hindurch fleißig fotografiert und erzählen in unserem Buch von der Postschiffrute und Momenten, die jeder, der schon einmal gefahren ist, wieder erkennen wird. Also erlebe Deine Reise noch einmal oder lass Dich inspirieren zu Deiner Tour aufzubrechen.

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